Hoher Lebensstandard, Nachhaltigkeit und Zusammenhalt, dies sind Grundwerte von Ökodörfern.

Ökodörfer zeichnen sich als Wohnprojekt besonders durch drei Grundphilosophien aus, die in ihrem Verhältnis aber unterschiedlich ausgelebt werden.

Eine Komponente ist es, zu versuchen einen nachhaltigen Lebensstil aufzubauen, indem wenige Ressourcen verbraucht und Möglichkeiten der alternativen Energie-, Wasser- und Lebensmittelgewinnung genutzt werden.

Zudem steht die Gemeinschaft im Vordergrund. Durch den sozialen Zusammenhalt wird der Lebensstandard des Einzelnen verbessert.

Eine weitere Komponente von Ökodörfern ist die geistige Seite und so spielt Spiritualität und das Bewusstsein über Einklang von Natur und Mensch oftmals eine Rolle in den Dörfern.

Eines der ältesten Ökodörfer befindet sich in Schottland. Die Gemeinschaft der „Findhorn Foundation“ entstand in den 1960er Jahren und zählt heute rund 400 Menschen. Tausende weitere besuchen jährlich das Dorf, um die Lebensweise kennenzulernen und das umfangreiche Seminarangebot zu nutzen.

Ein bekanntes Beispiel aus Deutschland ist das Ökodorf „Siebenlinden“ in Sachsen-Anhalt. Die ungefähr 120 Dorfbewohner (davon ein Drittel Kinder) verschreibt sich einer ökologisch, sozial und global gerechten Lebensweise. Selbstversorgung in allen Bereichen nimmt einen hohen Stellenwert ein. Hier werden sogar Lebensmittel gemeinsam finanziert und in der Gemeinschaftsküche gekocht (für alle, die es möchten). Für den eigenen Lebensunterhalt ist aber jeder selbst verantwortlich. Auch hier gibt es einen Seminarbetrieb und Kulturveranstaltungen.

Quelle: Partizipation.at

 

Eine neuere Tendenz sind Projekte mit Ökodörfern für Obdachlose.

In Seattle (USA) beispielsweise wurde ein Dorf auf dem Land der „Lutheran Church of the Good Shepherd“ (Lutherischen Kirche) der Stadt gebaut. Viele Ehrenamtliche haben dort gearbeitet und 14 kleine Häuschen gebaut. Gemeinschaftliche Sanitärräume folgten. Die Bewohner zahlen einen kleinen Obolus im Monat für die Nutzung haben dafür aber ein Dach über dem Kopf, Strom und Heizung sowie Zugang zu sanitären Anlagen. Es eröffnet diesen Menschen neue Möglichkeiten und weckt Hoffnungen. Das Dorf soll darüber hinaus als Prototyp für weitere Dörfer dienen und es gibt weitere Städte mit ähnlichen Projekten.

Quelle: GoodNewNetwork

Als erstes schottisches Ökodorf (Eco-Village) für Obdachlose entsteht bis 2017 das Dorf in Edinburgh. Es besteht aus 10 Mini-Häusern mit dem Sinn den furchtbaren Kreislauf der Obdachlosigkeit zu durchbrechen. Den Bewohnern wird unter anderem auch Hilfe für Bildung, finanzielle Beratung, Therapie und berufliches Training angeboten werden.

Quelle: GoodNewNetwork

 

Photo: Findhorn Foundation by Rhonda Surman (CC BY-NC-ND 2.0)

Über den Autor

Olivia
Pro-News Gründerin & Autorin / Kunsthistorikerin / Sängerin

Olivia ist schon seit ihrer Jugend in der Kunst aktiv. Als Sängerin (Olivia Mac) ebenso, wie in den Bereichen Medien und Grafik. Ihr Studium der Kunstgeschichte gab ihr zusätzlich den wissenschaftlichen Hintergrund. In ihrer Journalistischen Arbeit hat sie möchte sie auf positive Tendenzen in der Gesellschaft aufmerksam zu machen. Aktuell arbeitet Olivia außerdem als Referentin für Öffentlichkeitsarbeit am Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung in Düsseldorf.

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