Die Stadt Münster startet ein Pilotprojekt gegen sexualisierte Gewalt an Frauen.

Wer kennt das nicht? Ein voller Club, die Leute drücken sich aneinander vorbei, die ein oder andere Anmache… Alles kein Problem aber es kommt auch mal vor, dass man sich als Frau bedrängt fühlt.

Das Plakat des Frauen-Notrufs Münster hängt in allen teilnehmenden Bars und Clubs.

In rund 30 „Münsteraner“ Clubs und Kneipen braucht eine Frau nicht mehr lange zu fackeln, wenn sie sich unwohl fühlt. Sie geht einfach zum nächstbesten Barkeeper und fragt: „Ist Luisa hier?“ Die Frage ist ein Code, der den Barkeeper veranlasst die Frau in einen sicheren Bereich des Clubs zu bringen. Der Code hat dabei einen großen Vorteil, denn die Betroffene muss sich an der Bar nicht irgendwie erklären oder Details nennen. Die Situation bleibt unauffällig und die Hemmschwelle kann dadurch sehr herabgesetzt werden, so hofft zumindest der Frauen-Notruf Münster, der die Aktion ins Leben rief.

Die Aktion des Frauen-Notrufs Münster könnte zu einem großen Erfolg werden. Sie ist nämlich eine Art „Erste Hilfe“ und fällt damit nicht konkret unter den Bereich der herkömmlichen Präventionsmaßnahmen, die viel diskutiert werden.
Hier wird nicht nach Erklärungen gefragt oder nach Schuld gesucht, sondern lediglich schnell und diskret die aktuelle Situation gelöst.

Dabei ist die Idee nicht etwa eine deutsche Erfindung, sondern stammt ursprünglich aus Lincolnshire in England. Dort gründete Haley Child, die städtische Beauftragte im Kampf gegen sexualisierte Delikte, diese Kampagne. Dort heißt sie „Angela“, ein gut getroffenes Wortspiel mit dem englischen Wort „Angel“ (deutsch „Engel“). Die betroffenen Frauen rufen an der Bar also quasi ihren Schutzengel „Angela“ und werden in Sicherheit gebracht. In England soll die Kampagne nun landesweit fortgeführt werden… vielleicht ja auch irgendwann in Deutschland.

 

Quelle: Fluter

Titelbild von Ted Van Pelt (CC BY 2.0)

Über den Autor

Olivia
Pro-News Gründerin & Autorin / Kunsthistorikerin / Sängerin

Olivia ist schon seit ihrer Jugend in der Kunst aktiv. Als Sängerin (Olivia Mac) ebenso, wie in den Bereichen Medien und Grafik. Ihr Studium der Kunstgeschichte gab ihr zusätzlich den wissenschaftlichen Hintergrund. In ihrer Journalistischen Arbeit hat sie möchte sie auf positive Tendenzen in der Gesellschaft aufmerksam zu machen. Aktuell arbeitet Olivia außerdem als Referentin für Öffentlichkeitsarbeit am Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung in Düsseldorf.

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