Lange wurde angenommen, dass Farbenblindheit nicht durch Sehhilfen ausgeglichen werden kann. Eine Brillenfirma aus den USA wagt die Revolution. Die kalifornische Firma EnChroma stellt Brillengläser her, die tausende Menschen auf der Welt verblüffen.

Hintergrund – Die Rot-Grün-Sehschwäche entsteht durch ein Problem der Zapfenzellen im Auge, die für das Farbsehvermögen zuständig sind. Es gibt verschiedene Zapfenzellen, die bei bestimmten Wellenlängen aktiv werden. Manche empfangen den Wellenbereich von Rot (langwelliges Licht), andere von Grün (mittelwelliges Licht) und wieder andere von Blau (kurzwelliges Licht).
Bei Menschen mit Rot-Grün-Schwäche wird das entscheidende Protein in den Zapfen-Rezeptoren nur teilweise gebildet, wodurch sie nur reduziert aktiviert werden. Es wird dann weniger Farbigkeit vom Gehirn wahrgenommen. Da nicht nur Rot und Grün an sich weniger sichtbar sind, sondern auch deren Mischfarben, sehen Menschen mit diesem Defekt wesentlich weniger Farben als andere. (Quelle: http://www.brillen-sehhilfen.de/auge/rot-gruen-schwaeche.php)

Wie macht EnChroma nun möglich, dass Rot und Grün sichtbar werden?
Die Brillengläser filtern einen großen Teil des Lichtspektrums einfach heraus und dabei besonders die Wellenlängen zwischen Rot und Grün. Hierdurch wird der Wellenbereich von Rot und Grün jeweils quasi konzentriert und kann besser wahrgenommen werden. (Der Wellenbereich von Blau, der auch vorher wahrgenommen werden konnte, bleibt weiterhin aktiv.)

Das Brillenglas von EnChroma ist aufgrund der Filterung, wie eine Sonnenbrille gefärbt und funktioniert auch am besten bei heller Sonneneinstrahlung (Tageslicht).

Viele Betroffene können mit dieser Brille erstmalig Rot, Grün und deren Mischfarben richtig wahrnehmen und sind überwältigt.

 

Quellen: brillen-sehhilfen.de & EnChroma

 

Über den Autor

Olivia
Pro-News Gründerin & Autorin / Kunsthistorikerin / Sängerin

Olivia ist schon seit ihrer Jugend in der Kunst aktiv. Als Sängerin (Olivia Mac) ebenso, wie in den Bereichen Medien und Grafik. Ihr Studium der Kunstgeschichte gab ihr zusätzlich den wissenschaftlichen Hintergrund. In ihrer Journalistischen Arbeit hat sie möchte sie auf positive Tendenzen in der Gesellschaft aufmerksam zu machen. Aktuell arbeitet Olivia außerdem als Referentin für Öffentlichkeitsarbeit am Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung in Düsseldorf.

Ähnliche Beiträge

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.